Finanzielle Unabhängigkeit

03.02.2022

Sobald ich etwas zweimal machen muss, überlege ich mir wie ich es automatisieren kann. Ich habe keine Lust immer das gleiche zu tun, weil es langweilig ist und sich unnötig anfühlt. Ich bin dafür so schnell wie möglich alles zu automatisieren.

Berufe

Es gibt so viele Berufe, die man sehr gut automatisieren könnte. Sie sind gefährlich, langweilig, eintönig oder unnötig.

In meinen Augen sollte das Ziel sein so viel wie möglich zu automatisieren und von Maschinen erledigen zu lassen.

Leider gibt es das aktuelle System nicht her. Menschen müssen diese Jobs machen, um ihren Unterhalt zu verdienen.

Alle müssen so tun, als wäre ihr Job unglaublich wichtig und sie könnten durch niemanden ersetzt werden, damit sie ihren Beruf behalten können.

Ich finde es sehr schade um das Verschenkte Potenzial. Anstatt die Zeit mit sinnvollen Dingen zu verbringen, verschwenden wir sie bei unnötigen Jobs.

Ich würde es sehr gut finden, wenn es einen Anreiz geben würde sich selbst überflüssig zu machen. So könnte man sich immer neuen spannenden Themen widmen.

Wenn jeder das tun könnte, wozu er Lust hat, könnte die Welt zu einem viel besseren Ort werden. Ich denke an all die Ideen, Produkte und Erfindungen, die deswegen nicht verwirklicht werden.

Wir würden auch ein viel besseres Leben führen. Wir bräuchten keine Ablenkung mehr, weil der Job so unbefriedigend ist. Wir würden nicht mehr für das Wochenende oder den Urlaub leben und könnten unsere Zeit in unsere Leidenschaft investieren.

Finanzielle Unabhängigkeit

Ich denke, dass jeder nach der finanziellen Unabhängigkeit streben sollte. Es ermöglicht genau dieses Leben. Ich muss nicht unbedingt in einem Beruf arbeiten, den ich nicht mag. Ich kann meine Zeit so verbringen, wie ich das möchte.

Richtig interessant wird es dann in der zweiten und dritten Generation. Das Kapital wird sich selbst sehr stark vermehrt haben und es ist theoretisch keine Ansparphase mehr nötig. Das Kapital der ersten Generation kann reichen, um sämtliche Generationen danach zu versorgen. Voraussetzung ist natürlich das Kapital weiter anwachsen zu lassen und nur einen kleinen Teil zu entnehmen.

Besser wäre es, wenn jede Generation selbst etwas angespart und in eine Art Familienstiftung einzahlt, wo dann das Erbe der Eltern noch dazu kommt. Spätestens in der dritten Generationen müsste niemand mehr Geld durch Arbeit verdienen.

Es muss nur einer damit anfangen.

Indem man sich selbst etwas ansparen muss, lernt man das Geld auch besser zu schätzen, geht vernünftig damit um und stellt sicher, dass man seinen Kindern mehr hinterlässt als man von seinen Eltern bekommen hat.

Ich fürchte aber wir haben nicht genug Zeit dafür. Ich glaube nicht, dass das bedingungslose Grundeinkommen eine gute Lösung ist, es ist aber vielleicht nötig, um einen Übergang zu ermöglichen.

Düstere Zukunftsprognose

Alle wollen mehr verdienen, aber je teurer die Arbeitszeit wird, desto eher lohnt es sich sie zu automatisieren. Ich gehe fest davon aus, dass innerhalb der nächsten Jahre sehr viele Berufe automatisiert werden und damit verloren gehen. Ich halte das für eine gute Sache.

Es muss aber eine Lösung für die Menschen geben, deren Job wegfällt. Sie einfach in einen andern Beruf zu schieben löst das Problem nicht wirklich. Ich glaube wir brauchen eine neue Art, wie wir arbeiten und unseren Teil zur Gesellschaft beitragen können.

Leider sind wir darauf nicht vorbereitet und es gibt kein System, dass sie auffängt. Es wird viele Menschen geben, die keinen neuen Job finden.

Natürlich wird es auch neue Jobs und Möglichkeiten geben, ich sehe aber wenig Chancen für jemanden, der kurz vor der Rente steht, noch umzuschulen. Die neuen Jobs werden immer anspruchsvoller und verändern sich immer schneller.

Ich denke es wird sehr schnell gehen (Anfang/Mitte der 2030er) und wir werden absolut nicht darauf vorbereitet sein. Wir sind nur ein paar Erfindungen davon entfernt, vieles zu automatisieren und den Menschen unnötig zu machen.

Da wir uns nicht mit dem Problem auseinandersetzen, denke ich, dass es eine große Schicht von "nutzlosen" Menschen geben wird, deren Fähigkeiten nicht mehr benötigt werden und die in "Gettos" abgeschoben werden. Sie bekommen eine Grundversorgung und werden ruhig gestellt. Entweder mit Drogen oder durch Unterhaltung.

Auf der anderen Seite wird es eine kleine Gruppe von sehr reichen Menschen geben, die das Leben in vollen Zügen genießen können.

Irgendwann wird es dann zu einem Aufstand kommen…

Ich hoffe wirklich, dass ich mich irre oder, dass wir eine Lösung finden, um das zu verhindern, bin aber nicht sehr optimistisch. Oft handeln wir erst nach eine Krise und nicht davor.

Ich finde es viel erstrebenswerter, sich absichtlich selbst überflüssig zu machen und dann tun zu können, was man möchte.

Deshalb halte ich es für so wichtig Kapital aufzubauen. Etwas auf das man zurückgreifen kann, wenn es keinen Job mehr für einen gibt. Etwas bei dem man von der Automatisierung profitiert, wie Aktien oder ETFs.

Ausgaben reduzieren

Wir können entweder darauf hoffen, dass die Politik uns so eine Lösung liefert, oder es selbst in die Hand nehmen und mit der finanziellen Unabhängigkeit starten.

Die Grundversorgung sicherzustellen ist mittlerweile relativ einfach und kann mit wenigen Stunden Arbeit pro Woche erreicht werden.

Verstärkt wird dieser Trend noch dadurch, dass wir uns von einer Abbauenden hin zu einer Aufbauenden Wirtschaft entwickeln. Anstatt Rohstoffe zu extrahieren, bauen wir genau das, was wir benötigen, aus dem Grundbaustoffen (Atome, Bits, Photonen, Zellen) auf und können so die Kosten noch mal dramatisch senken.

Warum nutzen wir das nicht und kaufen uns selbst die Freiheit ein Leben zu führen in dem wir mehr Dinge tun, die uns erfüllen und zufrieden machen.

Wir müssen immer mehr Geld verdienen, weil wir immer mehr (unnötige) Dinge kaufen und haben wollen. Wenn wir uns auf das Wichtige konzentrieren, hätten wir mehr Zeit für erfüllende Aufgaben und könnten uns um unsere anderen Bedürfnisse kümmern.

Natürlich können wir dann nicht den ganzen Tag am Strand sitzen und Cocktails trinken. Wir brauchen eine Herausforderung und eine Aufgabe. Das Schöne ist aber, dass wir sie uns dann selbst aussuchen können. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ich mir selbst eine Aufgabe stelle oder jemand anderes sie mir vor gibt.

Jeder kann viel ausprobieren sich selbst kennen lernen und viele verschiedene Dinge in seinem Leben machen, anstatt dem Geld hinterher zu laufen.

Was ist dein Traum? Wie kann ich helfen?